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Folgende History beschreibt meine Anfänge und mein wachsendes Interesse im Umgang mit Computern. Für Computerfreaks sicher nicht uninteressant, vielleicht sogar teilweise lustig, aber allen anderen rate ich davon ab, es geht eigentlich nur um eine Auflistung verschiedenster Hardware, die ich im Laufe der Zeit gekauft/verkauft/verschrottet habe.

Computerhistory

Einleitung

Während der Oberschule, also im Alter von ca. 14 Jahren (das war 1995), habe ich begonnen mich für Computer zu interessieren. Das lag hauptsächlich daran dass einige meiner Freunde bereits einen eigenen Computer besaßen und ganz tolle Dinge damit machen konnten ;-)

Leider war mein Wissen über PCs damals gleich Null und so musste ich viele Computerzeitungen aus unserer Dorfbibliothek ausleihen (sie hatten damals immer die PC-Praxis) bis ich mir halbwegs eine Vorstellung vom Innenleben so einer Maschine machen konnte. Wegen des PC-Kaufs habe ich mich zu Beginn eigentlich nur mit Hardware (schließlich muss die zuerst her), nie mit der dazu notwendigen Software beschäftigt. So kam es dass ich nach einigen intensiven Studien ziemlich genau wusste was auf dem Markt war, was es kann und was es kostet. Im November 1996 war es dann soweit, ich habe mir einen eigenen PC gekauft. Die Planung hat mehrere Monate in Anspruch genommen, Computergeschäfte gab es damals noch nicht so viele wie heute, Informationen über die verbaute Hardware waren auch ziemlich rar z.B.

... bei der Angabe über den verbauten Arbeitsspeicher früher: 16 MB RAM

... und heute: 2x256 MB DDR RAM Kingston KHXsoundso HyperX PC3200 CL2.5

Jedenfalls hat mein damals bester Freund einen eigenen PC bekommen und ich musste dann auch einen haben (hab natürlich den schnelleren gekauft ;-). Ein Großteil meiner Ersparnisse sind dabei draufgegangen.

PC #1

Der Computer war ein Komplettsystem und die Hardware bestand aus folgenden Komponenten:

Komponenten

Gehäuse: Peacock Minitower, 2x5.25" Einschübe, 1x3.5" Einschübe
Mainboard: PT2006 (die Marke hab ich nie wieder gehört) mit Intel VX Chipsatz
CPU: Intel Pentium 166 MHz
RAM: 16 (2x8) MB EDO-RAM
Festplatte: IBM 1,6 GB
CD-ROM: Mitsumi FX810T (8x)
Grafikkarte: Noname mit 2 MB Speicher
Soundkarte: Miro Connect 34 (Kombinationskarte mit 28K Modem)
Bildschirm: Peacock 17" (für die damalige Zeit groß)
Drucker: HP Deskjet 690C
Betriebssystem: Windows 95 A
Inbetriebnahme :-) November 1996

Wenn ich heute an meine Anfangsphase im Umgang mit meinem ersten PC zurückdenke stehen mir die Haare zu Berge. Ich hatte ja damals schon einiges über Windows 95 gehört, aber gesehen hatte ich es noch nie. Das führte dazu dass ich so ziemlich alles ausprobieren musste und damit auch einigen Schaden (nur an der Software) anrichtete. Ich bedanke mich auf diesem Wege bei all denen die mir in dieser Zeit mehrmals geholfen haben meinen Computer wieder zum Laufen zu bringen.

Vor allem mein Einzug in ein Studentenheim in Bozen während der letzten Jahre der Oberschule hat aufgrund der Konzentration an Wissen über und Interesse an PCs, dazu beigetragen dass ich einiges dazugelernt habe. Ich habe den Umgang mit diversen Programmen (z.B. Office-Produkte, AutoCAD) und auch mit der damals (ca. 1998) aufkommenden mp3-Technologie gelernt (seit der Version 1.7 hat sich an Winamp auch einiges verändert...). Ich habe begonnen Audio-CDs in mp3s umzuwandeln (pro Lied ca. 15 Minuten Rechenzeit), dadurch ist auch meine Festplatte langsam aber sicher zu klein geworden. Das Aufrüsten stand vor der Tür.

Ausbaustufen Jänner 1997 - September 2000

Mein erster PC hat mir bis zu meiner Matura treue Dienste geleistet und eigentlich gab es keine gröberen Hardware-Defekte zu beklagen. Trotzdem reichte die Rechenleistung einfach nicht mehr aus. Es gab kaum noch Computerspiele denen meine Grafikkarte gewachsen war und auch die Prozessoren waren im Juli 2000 (bei meiner Matura) schon beim Pentium III bzw. Athlon mit 500-600 MHz angelangt. So habe ich beschlossen mit meiner Schulbildung auch die Ära meines ersten PCs zu beenden.

PC #2 (später bekannt als Mustang)

Während der Sommermonate im Jahre 2000 hatte ich wieder genügend Zeit mich mit Computerzeitungen zu befassen und die Hardware auszuwählen. Ich wollte nicht mehr ein Komplettsystem kaufen, diesmal sollten die Einzelkomponenten sozusagen von Hand ausgelesen werden. Faszinierend fand ich damals die Chipschmiede AMD die es geschafft hatte dem Monopolinhaber Intel mit dem Athlon-Prozessor paroli zu bieten. Da auch das Preis/Leistungsverhältnis ausgezeichnet war, basierte mein zweiter PC auf einen AMD Prozessor. Ich habe lange die Diskussionen über die ersten Athlon Chipsätze verfolgt (AMD Irongate, VIA KX133), deren Probleme kennengelernt und dann beim VIA KT133 zugeschlagen. Gekauft habe ich ihn im September 2000, kurz bevor ich mein Studium in Graz begonnen habe.

Komponenten

Gehäuse: Bigtower, 5x5.25" Einschübe, 2x3.5" Einschübe, Fortron 300W Netzteil
Mainboard: ASUS A7V Rev. 1.2 mit VIA KT133 Chipsatz
CPU: AMD Athon Thunderbird 800 MHz
CPU-Kühler: Alpha P
RAM: 128 MB Infineon PC133 SD-RAM CL3
Festplatte: IBM DTLA307030 (sollte sich später als mächtig großer Fehler herausstellen)
DVD-ROM: Toshiba SD-M1402
Grafikkarte: ASUS V7700 Deluxe mit Nvidia GeForce 2 GTS
Soundkarte: meine "alte" Creative Soundblaster Live! Player 1024
Bildschirm: Magic 19107FFD 19" (Sony Trinitron Röhre mit 107 KHz)
Betriebssystem: Windows 98 (wenig später dann Umstieg auf ME und 2000)
Inbetriebnahme: September 2000

Mein zweiter PC hat mir sofort viel Spaß gemacht, auf einmal ging alles so unglaublich schnell. Auch der im Studentenheim in Graz gratis vorhandene High-Speed-Internetanschluss (ich kannte nur 56K-Modems und die nicht wirklich gut) hat mein Interesse an Computern nur noch verstärkt. Ich habe viel Zeit damit verbracht das Internet nach Informationen über Hardware, Software, Tipps und FAQs abzugraßen, ich wollte einfach den schnellen Computer richtig ausreizen. Zu diesem Zeitpunkt bin ich das erste mal auf das Athlon-Forum gestoßen, welches dann in den Folgejahren zu meiner am öftesten besuchten Internetseite wurde (abgesehen von Google). Dort habe ich gelernt wie man Hardware an ihre Grenzen bringen kann. Viele hatten z.B. ihre Prozessoren auf 120% der Nennleistung übertaktet und ich wollte unbedingt wissen wie hoch ich meinen takten konnte. Über mehrere Wochen und viel Einsatz von Zeit, Geduld und Fingerspitzengefühl (z.B. beim Malen der legendären L1 Brücken auf der CPU-Obefläche um den Multiplikator freizuschalten) hatte ich es endlich geschafft meine CPU stabil von 800 auf 1000 MHz zu übertakten. So ist mein Interesse am Casemodding und Overclocking entstanden. Ich habe begonnen den Computer aufzurüsten und vor allem das Äußere zu verändern.

Ausbaustufen Oktober 2000 - Dezember 2003

Gegen Ende des Jahres 2003 habe ich beschlossen meiner Schwester einen neuen PC zusammenzustellen (sie hatte inzwischen meinen alten PC#1). Da ich dafür einige Komponenten aus meinem Computer verwendet habe musste ich mich nach Ersatzteilen umschauen.

Ausbaustufen Dezember 2003 - Jänner 2004

Am meisten vermisst habe ich mein DVD Laufwerk (Toshiba SD-M1402). Es hat sehr lange gedauert bis ich ein gleichwertiges (bzw. besseres) gefunden habe. Ich habe das neueste Toshiba SD-M1802 und ein Teac 516-E ausprobiert. Vor allem vom Toshiba war ich sehr enttäuscht, später hab ich dann im Internet gelesen, dass dieses Modell ein Ausreißer der sonst ausgezeichneten Laufwerke von Toshiba ist. Im Ebay gelang es mir das Vorgängermodell Toshiba SD-M1712 zu ersteigern, mit dem ich dann auch glücklich geworden bin.

Da sich meine erste gewonnene Auktion im Ebay als Volltreffer herausstellte habe ich weiterhin die Hardware-Auktionen beobachtet, was dazu führte dass ich einen AMD Athlon Thoroughbred 1700+ JIUHB (ein hervorragendes und übertaktungsfreudiges Stepping, konnte bis ca. 2,4 GHz übertaktet werden) für 45 Euro einfach nicht stehen lassen konnte. Tja, der neue Prozessor war da und mein altes Board hat ihn ja nicht unterstützt, deswegen musste ein neues her. Ich hab mein altes Board und die RAM-Module verkauft und mir ein neues zugelegt. Das Gehäuse habe ich natürlich behalten, schließlich ist viel Zeit beim Casemodding draufgegangen. Trotzdem will ich diese Ausbaustufe nicht mehr als Aufrüsten sondern als neuen PC bezeichnen.

PC #3 (aka Mustang II)

Leider hat sich die Ersteigerung des AMD Athlon Thoroughbred 1700+ JIUHB als Fehler herausgestellt. Der Prozessor war defekt und ich musste einen neuen kaufen. Garantieansprüche sind bei Ebay-Auktionen sehr schwer zu stellen. Tragisch, schließlich habe ich den Mainboardwechsel nur wegen des Prozessors gemacht. Das beste Preis/Leistungsverhältnis hatte damals der AMD Athlon Barton 2500+ und so habe ich ihn gekauft.

Trotzdem ließ ich mich nicht von meinen Overclocking-Zielen abbringen. Beim Kauf des Bartons hatte ich ein glückliches Händchen, das Stepping stellte sich als gut heraus und ich konnte ihn mittlerweile von 1833 MHz auf 2350 MHz übertakten. Nur die RAM-Module machten mehrmals Probleme.

Komponenten (Änderungen an PC#2)

Mainboard: ABIT NF7-S 2.0
CPU: AMD Athlon Barton 2500+
CPU-Kühler: Coolink H1Twin
RAM: mehrere ausprobiert, glücklich bin ich mit 1 GB Corsair TwinX (= 2x512 MB) 3200C2 DDR400/PC3200 CL 2-3-3-6 geworden
Primäre Festplatte: Seagate Cheetah X15 18 GB (U320 SCSI, 15.000 U/min)
Weitere Festplatten: Spinpoint SP1614N 160 GB und 2x Hitachi IC35L060AVV2-07 40 GB
Soundkarte: NVidia Soundstorm onboard
Betriebssystem: Windows 2000 SP4
Inbetriebnahme: Februar 2004

Ausbaustufen Februar 2004 - September 2004

Mit dem zweiten CD-Brenner (Plextor PX-4824) hatte ich auch extremes Pech. Das Gerät hat zwar alle CDs gebrannt (bis auf 24x CD-RWs welche laut Hersteller vom Brenner beschreibbar sein sollten), allerdings mit einer unglaublichen Anzahl an C1/C2 und teilweise auch CU Fehlern zwischen der 60. und 65. Minute. Die CDs waren zwar fast immer lesbar, einige musste ich jedoch nach ein paar Monaten wegen Unlesbarkeit verschrotten. Ich habe das Gerät dann durch den Plextor Suppor ersetzen lassen und anschließend verkauft.

Ausbaustufen Oktober 2004 - Dezember 2004

Endlich ist es mir auch gelungen vernünftige RAM-Module zu kaufen. Die GEIL Module waren zwar nicht gerade billig, aber durch die hohen Leistungsreserven (bis zu 466 MHz Takt OHNE Overclocking) und die gleichzeitigen schnellen Timings wollte ich die RAM-Probleme bei hohem FSB endlich ausschalten. Leider stellte sich mein Chipsatz (NVidia NForce 2 Ultra 400) als Spielverderber raus. Er wollte die absolut geilen Module mit den schweren Kühlkörpern aus poliertem Chromstahl nicht, machte sogar bei 200 MHz FSB noch Rechenfehler. Ich musste die Module also wieder rausnehmen und zurückschicken. Nun habe ich mir 1 GB Corsair TwinX 3200C2 gekauft und endlich Module gefunden die auch mit meinem Chipsatz gut funktionieren. Keine Rechenfehler mehr, auch nicht bei höherem FSB.

Nachdem ich meinen PX-4824 verkauft hatte, habe ich mich entschlossen das Nachfolgegerät PX-5224 von Plextor zu kaufen. Die Generation der DVD-Brenner war ja mittlerweile schon so weit fortgeschritten dass CD-Brenner kaum teurer waren als DVD-Laufwerke. Ich war damit sehr zufrieden, der Brenner war unglaublich schnell und zuverlässig, die Analysen der gebrannten Rohlinge auch hervorragend.

Ausbaustufen Jänner 2005 - März 2005

Im Februar 2005 hat mein USB-Stick plötzlich den Geist aufgegeben. Da ich ihn mittlerweile fast täglich zum Datentransport benötigte, hab ich ihn durch das gleiche Modell, jedoch durch die 512 MB Variante ersetzt. Eine zusätzliche Festplatte hab ich mir für externe Datenbackups zugelegt. Den optischen Medien traute ich nach mehreren schlechten Erfahrungen immer weniger.

Ausbaustufen April 2005 - März 2006

Ausbaustufen April 2006 - Februar 2009

Zahlreiche Hardwarekomponenten wurden im Lauf der letzten Jahre ein-/ausgebaut oder ersetzt. Da ich im Februar 2009 den Entschluss gefasst hatte meinen seit mittlerweile 5 Jahren treu seinen Dienst verrichtenden Mustang II in den verdienten Ruhezustand zu schicken und ihm ein neues Board/CPU/RAM zu besorgen, gibt es hier noch einmal einen kurzen Überblick der zuletzt verbauten Komponenten.

Gehäuse: Selbst gemoddetes Gehäuse Mustang mit Antec True 550
Mainboard: Abit NF7-S 2.0
CPU: AMD Athlon XP 2500+ 1833 MHz @ 2200 MHz (Barton)
RAM:

2x 512 MB TwinX 3200C2 PC3200/DDR400 CL2-3-3-6
1x Corsair ValueSelect PC3200/DDR400

Festplatten: 2x Western Digital Raptor (36,7 GB) [RAID-0]
2x Samsung Spinpoint SP1614N (160 GB)
1x Seagate Barracuda 7200.7 (160 GB)
1x Seagate Barracuda 7200.11 (500 GB)
1x Hitachi HDS721075KLA330 (750 GB) [extern]
Optische Laufwerke:

Plextor PX-712A
Plextor PX-760A
AOpen DVD-1648AAP
Iomega ZIP 250

Grafikkarte: ATI Radeon 9600
Controller: Silicon Image SiI 3112 SATA Controller
Dawicontrol DC100 RAID (Hiphpoint HPT370) Controller
Bildschirm: EIZO FlexScan S2100
Sanyo Z700 Full-HD Projektor
Drucker: HP Deskjet 1120C
Eingabegeräte: Logitech MX610
Microsoft Comfort Curve 2000

Katastrophen

Bei Computern würde ich den Verlust von wichtigen Daten als Katastrophe bezeichnen. Natürlich kann auch ein Hardwareschaden ein finanzieller Verlust und damit eine kleine oder größere Katastrophe sein. Ich wurde schon von beiden Arten (mehrmals) heimgesucht. Eine kleine Auflistung:

Das waren nur die gröberen Probleme die im Laufe der Zeit aufgetreten sind, andere die z.B. nicht mit Datenverlusten oder großen finanziellen Verlusten zusammenhängen waren noch viel zahlreicher - man könnte fast sagen an der Tagesordnung ;-)

Sicherung/Backups

Trotz einigen verhängnisvollen Plattendefekten (ich kaufe nie wieder IBM/Hitachi Festplatten) muss ich sagen dass ich meine wichtigsten Daten (z.B. Schulprojekte, Daten mit persönlichem Wert, Fotos usw.) bis jetzt erfolgreich sichern konnte. Ein (besser zwei) Backups sind das A&O wenn man mit digitalen Daten arbeitet. Ich rate jedem seine wichtigsten Dateien wenigstens auch auf optischen Medien (CDs, DVDs oder anderen Wechselmedien) und eventuell auch auf einer zweiten Festplatte gleichzeitig zu sichern. Wichtig ist ein Backup das sich nicht dauernd "im" PC befindet. Ein Blitzschlag z.B. kann sämtliche Hardware auf einmal und somit auch das Backup zerstören. Denkt einfach nur daran was es für euch bedeuten würde wenn von heute auf morgen alle eure Daten weg wären und überlegt dann wieviel Zeit, KnowHow und Geld ihr in euer Backup steckt. Ein gutes Backup muss nicht viel Zeit und auch nicht viel Geld kosten, ein einfaches Batchfile das regelmäßig die wichtigsten Daten auf das Backupmedium kopiert kann auch seinen Zweck erfüllen. Bei Gelegenheit stelle ich meine Backup-Vorkehrungen hier online.

© Daniel Gander 2009 | Impressum
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